Impressionismus
Der Impressionismus veränderte die Malerei grundlegend, indem der flüchtige Eindruck, das wechselnde Licht und die unmittelbare Wahrnehmung stärker betont wurden als klare Kontur und abgeschlossene Form. Die sichtbare Moderne mit ihren neuen Bewegungen und Atmosphären wurde zu einem zentralen Bildthema. Damit verschob sich der Schwerpunkt von der festen Darstellung hin zum Moment des Sehens.
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Claude Monet – Impression Sonnenaufgang
Zeitraum
Der Impressionismus wird meist auf die Zeit zwischen etwa 1867 und 1886 datiert. Seine wichtigste Phase lag in Frankreich, von wo aus er sich in andere Länder ausbreitete. Die Epoche stand in engem Zusammenhang mit städtischem Wandel, neuen Freizeitformen und einem veränderten Lebensgefühl der Moderne.
Wichtigste Meilensteine
Von besonderer Bedeutung war die erste Ausstellung der Impressionisten im Jahr 1874. Typisch wurden die Freilichtmalerei, der lockere Farbauftrag und die Darstellung wechselnder Lichtverhältnisse. Bahnhöfe, Boulevards, Flusslandschaften und Szenen des modernen Lebens wurden zu bevorzugten Motiven.
Prägende Künstler
Claude Monet wurde zu einer zentralen Figur der Bewegung. Pierre Auguste Renoir, Edgar Degas und Camille Pissarro prägten den Impressionismus auf jeweils eigene Weise. Gemeinsam war ihnen die stärkere Hinwendung zum Seheindruck und zur Atmosphäre des Augenblicks.



Bekannte Schlüsselwerke
- Monet, Impression, Sonnenaufgang
Bekannt, weil der Name der ganzen Bewegung von diesem Werk abgeleitet wurde. - Renoir, Tanz im Moulin de la Galette
Bekannt, weil modernes Freizeitleben, bewegtes Licht und lockere Malweise exemplarisch zusammenkommen. - Monet, Seerosen
Bekannt, weil die Serie die spätere Entwicklung des Impressionismus und seine Wirkung auf die Moderne sichtbar macht.
Kennerperlen
- Berthe Morisot, Wiege
Eine Kennerperle, weil intime Innenraumszene und impressionistische Leichtigkeit in ungewöhnlicher Feinheit verbunden werden. - Pissarro, Boulevard Montmartre
Eine Kennerperle, weil das moderne Stadtleben seriell und atmosphärisch zugleich erfasst wird. - Caillebotte, Straße in Paris bei Regenwetter
Eine Kennerperle, weil der Übergang zwischen Impressionismus und strengerer Raumorganisation besonders spannend sichtbar wird.
Typische Materialien und Mittel
Ölfarbe in Tuben wurde entscheidend, weil dadurch das Malen im Freien erheblich erleichtert wurde. Leinwand und tragbare Staffeleien unterstützten das Arbeiten vor Ort. Die Malweise wurde lockerer und schneller, weil flüchtige Licht und Wetterverhältnisse unmittelbar erfasst werden sollten. Pastell wurde ebenfalls geschätzt, weil spontane Farb und Bewegungswirkungen rasch festgehalten werden konnten.
Wirkung auf die Zeit
Der Impressionismus veränderte die Vorstellung davon, was ein Bild leisten kann. Nicht mehr die glatte, geschlossene Form stand im Vordergrund, sondern Wahrnehmung, Licht und Stimmung. Damit wurde auch das moderne Alltagsleben stärker als bildwürdig anerkannt und die akademische Kunstauffassung nachhaltig in Frage gestellt.
Zusammenfassung
| Wesentliche Merkmale | Materialien und Mittel | Bekannte Künstler | Bekannte Kunstwerke |
| Flüchtiger Eindruck eines Augenblicks | Öl auf Leinwand | Claude Monet | Claude Monet: Impression, Sonnenaufgang und Seerosen |
| Licht, Farbe und Atmosphäre stehen im Mittelpunkt | Pastell | Pierre Auguste Renoir | Pierre Auguste Renoir: Ball im Moulin de la Galette |
| Lockere, sichtbare Pinselstriche | Freilichtmalerei | Edgar Degas | Edgar Degas: Die Ballettklasse |
| Malerei im Freien | Helle Farbpalette | Camille Pissarro | Camille Pissarro: Boulevard Montmartre bei Nacht |
| Alltag, Freizeit, Natur und Stadtleben | Kurze Pinselstriche | Berthe Morisot | Berthe Morisot: Die Wiege |
| Konturen werden weicher und weniger wichtig | Serienmalerei | Mary Cassatt | Mary Cassatt: The Child’s Bath |
| Schnelle Skizzen |
































