Zeichnen lernen: Übungen

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Zeichnen Grundlagen

Zeichnen lernen können möchte jeder eigentlich gerne. Und tatsächlich kann jeder, der möchte, einfach jederzeit anfangen zu zeichen und ausprobieren wie er will. Klar hat jeder andere Ansichten, was das Ergebnis betrifft und es hat nicht jeder das Talent zum begnadeten Künstler, doch immerhin ist kein Meister vom Himmel gefallen. In der Kunst gibt es kein Gut oder Schlecht. Jeder sieht Striche, Linien oder komplexere Figuren mit anderen Augen. Zeichnen lernen ist dennoch immer auch mit üben verbunden.

Merke: Talent kann Fleiß nicht ersetzen!

Wer also regelmäßig übt, Spaß an der Sache hat und sich öfters neue Maßstäbe setzt, kann sehr weit kommen. Der Spruch Übung macht den Meister hat hier vollkommen seine Berechtigung. Ob als Hobby oder womöglich beruflich, zeichnen und malen kann man an jedem Ort (Zuhause im Wohnzimmer oder unterwegs im Park) problemlos.

Zudem braucht man sich nicht erst teure Ausrüstung anzuschaffen, wie beispielsweise beim Tennis. Es reichen schon ein Papierblock und ein einfacher Kugelschreiber, um sich künstlerisch zu betätigen. Was immer bei Deinen Versuchen herauskommt, wichtig ist, dass Du Deine Ziele anfangs nicht zu hoch steckst und die Geduld nicht verlierst. Sonst können erste Versuche ziemlich frustrierend sein, und das wäre doch Schade.

Also viel Spaß beim malen und zeichnen!


Grundlagen des Zeichnens & aus dem Kopf zeichnen


Aus dem Kopf zeichnen
Nicht jeder hat das Vorstellungsvermögen, die Übung bzw. Erfahrung um perfekte Bilder aus dem Kopf zu zeichnen.
Da ich seit frühester Kindheit allerdings nur aus dem Kopf heraus gezeichnet habe, kann ich im Bereich Erfahrung sicherlich einiges vorweisen.

Sicherlich hat mich das Zeichnen mit Kugelschreiber, welchen man ja nicht weg radieren kann, in gewisser hinsicht trainiert. Man muss bedachter zeichnen und sich jeden Strich einzeln überlegen.

Grundlagen (Formen)
Nach einigen Jahren stieß ich dann auf ein faszinierendes Buch ("Zeichnen und Malen" von Brian Bagnall) in dem sehr anschaulich die Verwendung der Grundformen erklärt wurde.
Mittels eines weiteren Buches ("How to draw Cartoon Animals - Comics leicht gemacht" von Christopher Hart) erkannte ich, dass die Verwendung relativ simpel ist. Und so probierte ich es selbst aus.

Die Umgewöhnung war anfangs nicht einfach, da ich immer das komplette Motiv vorskizziert und ausgearbeitet hatte. Ich musste lernen das Motiv auf die Grundformen wie Kreise und Vierecke zu reduzieren.

Abzeichnen
Nach einer Weile hatte ich den Bogen raus und wagte mich dann auch an Vorlagen wie Fotos. Die Technik das Motiv zu reduzieren musste ich dann nun auch auf Fotos anwenden. Dabei half mir, dass ich das Motiv zudem noch in einem Rahmen begrenzt habe.

Am schwierigsten sind freilich die Proportionen richtig wieder zu geben. Selbst mit den Grundformen war dies nicht so leicht. Daher habe ich den Begrenzungsrahmen ergänzt, welcher mir half abzuschätzen wie die Proportionen zu sein hatten. Weitere Hilfslinien Schritt für Schritt im Bild helfen sich langsam an eine brauchbare Skizze heran zu tasten.


Unterschiede und Begriffe

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen malen und zeichnen? Oder was ist der Unterschied zwischen einer Zeichnung und einer Skizze? Hier erfährst Du beides:

Zeichnen & Skizzieren

Eine Skizze ist das flüchtige Einfangen eines Motives. Das heißt man hält schnell seine Eindrücke und Gedanken zu einem Motiv in zügigen Strichen fest. Eine Skizze ist nicht bis in jedes Detail ausgearbeitet, sondern enthält überwiegend Umrisse und andere wichtige Linien. Schattierungen und genaue Maße, sowie spezielle Inhalte sind dabei unüblich. Während eine Zeichnung die Weiterentwicklung einer Skizze ist und Proportionen und Einzelheiten dabei intensiver herausgearbeitet werden.

Bei der sogenannten Freihandskizze (siehe Technisches Zeichnen im Forum) gibt es einige Regeln, die das Skizzieren erleichtern sollen.

Auch der Begriff Scribble wird gerne für eine Skizze verwendet, obgleich ein Scribble noch flüchtiger ist als so manche Skizze.

Malen & Zeichnen

Grob gesagt ist malen, die Verwendung von flüssigen Farben (z.B: Ölfarben), wobei Zeichnungen trocken sind, also nicht mit Farbe und Pinsel coloriert sind. Dabei ist Farbigkeit an sich nicht das Unterscheidungsmerkmal, sondern ob Linien, Striche, Kreise oder Kleckse und Tupfer das Bild darstellen.


Erste Übungen

Um ersteinmal ein Gespür für das Material zu bekommen und die Hand zu lockern, gibt es ein paar Übungen, für die man unbedingt auf ein Radiergummi und Lineal verzichten sollte, auch wenn es schwer fällt: Für jede Übung brauchst Du einen Stift und je ein Blatt Papier. Nimm Dir für jeden Schritt viel Zeit und Geduld. Der Sinn der Übung ist nämlich ein ruhiges Händchen und einige Erfahrungen im gezielten Zeichnen zu bekommen. Als erste Übung malt man einen Strich, möglichst gerade und lang auf das Blatt. Von einer Seite zur anderen.

Dann den zweiten und dannach den nächsten. So probt man gerade Striche zu ziehen. Am besten das ganze Blatt voll!

Gerade Linien
Übung: Grade Linien zeichnen

Als nächstes geht es wieder um Striche. Doch diesmal mal erst eine Reihe gerader Striche. Anschließend mal quer zur ersten eine zweite Reihe. Allerdings soll die zweite unter der Ersten durch führen. D.h. die erste Reihe nicht kreuzen, sondern die Linien unterbrechen und auf der anderen Seite fortführen.

Gekreuzte Striche
Übung: gekreuzte Striche zeichnen

Nun geht's an Ovale und Kreise: Zum Aufwärmen sind Spiralen gut geeignet. Das wäre die Ovale. Für Kreise gibt es einen Trick: mal erst Vierecke und dann den Kreis hinein. Die Kästen sind eine gute Hilfe. Wenn Du das gut kannst, versuche es ohne den Kasten.

Ovale und Kreise
Übung: Ovale und Kreise freihand zeichnen

Einige Beispiele wie man schöne Kreise auch ohne Zirkel, nur mit der nötigen Hilfe, zeichnen kann:

Kreise konstruieren
Übung: Kreise konstruieren und so freihand zeichnen


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