Frisuren und Haare zeichnen

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Haarsträhnen

So vielseitig wie die Menschen selbst, sind natürlich auch Ihre Haare und Frisuren. Die passende Frisur für das eigene Gesicht zu finden fällt im echten Leben schon schwer. Bei Zeichnungen ist dies nicht leichter.

Da nicht jede Frisur zu jeder Gesichtsform passt, muss man dies entweder einfach ausprobieren oder kann auf Erfahrungswerte (wie es z.B. Friseure machen) zurück greifen.

Dazu sollte man sich vorab immer folgende Fragen stellen:

  • Welche Haarfarbe passt zu meiner Figur?
  • Welche Art Haar sollte meine Figur haben (gelockt oder eher glatt)?
  • Und dann natürlich die Frage der Frisur; kurz? lang? Seitenscheitel? Mittelscheitel?

Hilfen und Inspirationen findet man z.B. beim Friseur oder entsprechenden Katalogen im Internet. Doch dann stellt sich die Frage; wie zeichne ich denn meine gewünschte Frisur auf den Kopf?

Dazu muss man wissen WIE und WO Haare eigentlich auf dem Kopf wachsen. Das Haar fällt nämlich nicht einfach platt vom oberen Kopf (Haaransatz) herab, es fließt entlang der Kopfform und hat in der Regel auch noch eine Eigenbewegung, welche oftmals an den Spitzen in kleine Locken bzw. Wirbel münden.

Haare und Frisuren zeichnen - Haarfluss

Die natürliche Fließbewegung des Haars um die Kopfform könnt Ihr anhand der oben stehenden Skizze erkennen (rote Pfeile).

Die Bewegung an den Spitzen unten, die sich nach oben wölbt (rote Pfeile unten) können aufgrund einer natürlichen Haarbewegung entstehen oder aber durch gezieltes Frisieren (Föhnen etc.).

Generell lassen sich Haare an den Spitzen bzw. Pony in eine andere Richtung zwingen durch frisieren, als die natürliche Bewegung es vorgeben würde.

Aus diesem Grunde ist es kein Stilbruch, wenn man an den Spitzen unten eine andere Wellenrichtung des Haars hat als am Haaransatz.

Im Regen verhält sich das Haar wieder anders als im trockenen Zustand. Vor allem verliert es an Volumen, da die Luftpolster zwischen den einzelnen Haaren vom einströmenden Wasser verdrängt werden und die einzelnen Haare zudem zusammen kleben. Ja nachdem wie nass die Haare sind, desto mehr Strähnen kleben aneinander.

Insgesamt wirkt nasses Haar platter und schwungloser.

Nasse Haare zeichnen

Haare im Wind sind einer stetigen Bewegung und einem Zwang ausgesetzt. Dabei flattern die Haarsträhnen am Ende stärker, da der Halt am Haaransatz nach unten hin immer mehr nach lässt.

Haare im Wind zeichnen

Die Haare flattern meist wie wild hoch und runter, immer in die Richtung gezerrt in die der Wind bläst. Da die Haare am Ansatz fest sind, können sie nicht weg fliegen und flattern eben.

Haare im Wind zeichnen

Hier könnt Ihr einige Beispiele von Haarsträhnen sehen.

Und zu guter letzt die Haarfarbe nicht zu vergessen.
Je nach Thema gibt es da mittlerweile keine Einschränkungen mehr. So sind blaue oder violette Haare dank Manga und Comics nichts Ungewöhnliches mehr.

Möchte man eher bei realistischen Haarfarben bleiben, dann bleiben dennoch noch reiche Facetten von hell bis dunkel von blond über rot, braun bis hin zu fast tiefen schwarzen Haaren.

Dabei sind die Haare unten i.d.R. dunkler als die oben drauf, da dort hin weniger Sonnenlicht gelangt, welches das Haar üblicherweise aufhellt (Sommerhaarfarben sind daher auch heller, da mehr und intensiveres Sonnenlicht das Haar aufhellen kann).

Je nachdem was für Haare (glatt, gelockt) die Figur haben soll, wirkt auch die Haarfarbe anders. Glatte, blonde Haare wirken entsprechend anders als gelockte, blonde Haare. Ebenso bei den anderen Haarfarben.

Sind die Haare nicht grade künstlich gefärbt, so verfügen sie über mehrere Farbabstufungen. Man kennt es z.B. beim Frisör, wenn man sich Strähnchen einfärben lässt, entweder nachdem man die Haare coloriert hat oder um die bereits vorhandenen Farbabstufungen noch deutlicher zu betonen.

Komplett einfarbige Haare sehen in der Regel unnatürlich und stumpf aus. Erst recht, wenn die Haare nicht einmal mehr über Glanz verfügen.

Der Glanz ist also ein wesentlicher Bestandteil der Haarfarbe, wobei die Lichtreflexion unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.

Zuviel Glanz kann die Haare leicht fettig aussehen lassen, zuwenig lässt sie stumpf aussehen.